17.02.2020
Die Freien Wähler vor Ort - Unterneuses

Zu ihrer dritten Wahlkampfveranstaltung im Gemeindegebiet luden die Freien Wähler Ebensfeld, die Freien Wähler Kelbachgrund und die Jungen Wähler am 13.02.2020 in den Nebenraum der Gasthof Martin in Unterneuses ein. Aufgrund des großen Interesses, vor allem auch der jungen Bürgerinnen und Bürger, war dieser voll besetzt.

Der aktive Gemeinderat Peter Schober begrüßte die anwesenden Gäste in seiner Heimatortschaft und gab zur Einstimmung auf den Abend einen kurzen Rückblick auf sein fast 18-jähriges Ehrenamte in der Kommunalpolitik. Wie er hierbei feststellte, hat “in dieser Zeit […] Unterneuses und Pferdsfeld die vielleicht rasanteste Entwicklung der Ebensfelder Ortsteile mitgemacht“. So hat unter anderem das Feuerwehrhaus und das Feuerwehrfahrzeug den hochmotivierten Feuerwehrleuten in Unterneuses viele Möglichkeiten gegeben. Die Jugendarbeit wurde dadurch weit nach vorne gebracht und auch die Attraktivität der Ortschaften für junge Familien konnte somit noch weiter gesteigert werden. Bestes Beispiel hierfür ist der große „[…] Zuzug und die hohe Nachfrage nach Bauland.“

Zu seinem Bedauern musste der Gemeinderate aber auch festhalten, dass es trotz der vielen positiven Entwicklungen in der Vergangenheit die ein oder andere Schattenseite gab. Die Ansiedlung von Industrie und Gewerbe um Unterneuses ist hierbei die gravierendste. Peter Schober fordert daher für die Zukunft, dass „[…] unbedingt aus der großartigen geografischen Lage mehr gemacht werden […]“ muss.

„Die Ansiedlung einheimischer mittelständischer Betrieb muss vorangebracht werden, statt wertvolle Flächen mit riesigen Hallen zu bebauen, in denen kaum Arbeitsplätze entstanden sind.“

Der amtierende Gemeinderat spricht hier aus, was sich die Gruppierung der Freien Wähler unter anderem für die Zukunft vorgenommen hat. Doch nicht nur eine nachhaltige Flächennutzung liegt den Freien Wählern am Herzen. Dies wurde spätestens bei der persönlichen Vorstellung der Listenkandidaten deutlich. Von Kinderversorgung bis hin zur Sanierung von Schule und Dreifachturnhalle, die Listenkandidaten haben konkrete Ziele wie sie sich aktiv im Gemeinderat einbringen wollen.

Nach der Vorstellung der Listenkandidaten übergab der als Moderator durch den Abend führende Gemeinderat Peter Schober an den Bürgermeisterkandidaten der Freien Wähler Ebensfeld, Freien Wähler Kelbachgrund und Jungen Wähler, Christian Böhmer. Gerade erst von einer anderen Versammlung mit dem amtierenden Bürgermeister kommend, konnte Christian Böhmer den Anwesenden Gästen das aus dem Rathaus kommende „Wahlgeschenk für Ebensfeld“ verkünden.

„Der amtierende Bürgermeister würde gerne die ehemalige Gastwirtschaft Neuner in Ebensfeld erwerben.“

Seitens der Bürgerinnen und Bürger kamen hinsichtlich des angedachten Nutzungskonzepts direkt Fragen auf. Der Bürgermeisterkandidat Christian Böhmer konnte hierzu jedoch lediglich auf die Ausführungen des amtierenden Bürgermeisters verweisen:

„Es könnten Möglichkeiten für betreutes Wohnen, Wohnungen für behinderte Menschen oder ein Kinderhort entstehen. Die Belebung der Gastronomie in Ebensfeld ist aber ausdrücklich nicht das Ziel des geplanten Erwerbs.“

Christian Böhmer ergänzte hierzu noch:

„Einen konkreten Plan scheint es hierzu aber anscheinend noch nicht zu geben.“

Der Bürgermeisterkandidat hielt deshalb fest, dass „es wichtiger denn je ist, wieder ein Gleichgewicht im Gemeinderat herzustellen. Es wurde bereits in den Nachbargemeinde Zapfendorf und Bad Staffelstein deutlich, wie sich entsprechend voreilig getroffene Entscheidungen negativ auf die Gemeindefinanzen auswirken können.“

„Wir kaufen uns hier das nächste Millionengrab!“

Gemeinderat Peter Schober ergänzte noch:

„Die Gemeinde muss sich zu allererst um ihre Pflichtaufgaben kümmern, bevor sie solch riskante Projekte angeht. Pflichtaufgaben wie die Schulsanierung sind mit Blick auf die angespannte finanzielle Situation der Gemeinde bereits herausfordernd genug!“

Die Freien Wähler ließen den Abend schließlich bei persönlichen Gesprächen mit den Gästen ausklingen.

 

Text: Peter Schober, Sebastian Rauh
Bild: Sebastian Rauh

 

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